Die Geschichte von Bursa

Bursa soll im 2. Jahrhundert vor Christus vom bythinischen König Prusias I erbaut worden sein, der auf Rat des karthagischen Feldherrn Hannibal dafür einen Hügel wählte.

Als Endpunkt der aus China kommenden Seidenstraße wurde es weithin bekannt. Ab dem 6. Jahrhundert siedelten sich Seidenspinner an. Bis heute ist die Stadt ein wichtiges Zentrum für die Textilindustrie.

Überall in der Stadt sieht man historische Hananlagen, doppelstöckige Gebäude, die als Verkaufs- und Stapelplätze für Waren sowie als Herbergen für die Händler genutzt wurden.

Bursa war auch für das frühe Osmanische Reich eine bedeutende Stadt: Im 14. Jahrhundert war es etwa 30 Jahre lang Hauptstadt des Reiches. Daran erinnern in Bursa noch heute die Grabmäler der ersten osmanischen Sultane.

Das heutige Bursa

Im 20. Jahrhundert wurde Bursa das Zentrum der türkischen Autoindustrie. Viele türkische und internationale Autozulieferer sind hier ansässig. Noch heute lernen viele junge Türken in alten, vom italienischen Fiat Konzern und der türkischen Koç-Gruppe in Bursa gebauten Tofaş. Mit dem Ziel ein günstiges und kultiges Auto herzustellen, wird diese Zusammenarbeit gegenwärtig von der türkischen Regierung wieder gern gesehen.

Bursa ist auch wegen seiner treuen, gelegentlich etwas sehr überschwänglichen Fußballfans bekannt. Bursaspor ist die einzige Mannschaft außerhalb der ‘großen Vier’ aus Istanbul, die je die türkische Süper Lig gewonnen hat.